TenneT veröffentlicht neue Planungsvorschläge für SuedLink

Tennet Neuer TrassenverlaufDer Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat neue Planungsvorschläge für die Stromtrasse SuedLink veröffentlicht. In einem ersten Schritt hat TenneT, nachdem SuedLink mittlerweile vorranging durch Erdkabel realisiert werden soll, mögliche Erdkabelkorridore anhand der Bodenbeschaffenheit, Besiedlung, Flora und Fauna sowie anderer Kriterien im Ausschlussverfahren erarbeitet. Zwei von drei möglichen Korridoren betreffen den Kreis Verden nicht. Die Vorplanungen sehen allerdings vor, dass ein möglicher Verlauf durch den Landkreis Verden gehen könnte. Dieser Korridor soll durch das Holtumer Moor, an Verden-Walle und Kirchlinteln vorbei sowie östlich von Dörverden-Westen in den Heidekreis übergehen. Ob es hierzu kommt oder die anderen Varianten einen besseren Verlauf bieten, ist derzeit noch nicht absehbar.

Laut TenneT gibt es keinen favorisierten Trassenverlauf. Die Trassenvorschläge sind allerdings auch erst der allererste Schritt – noch vor der Phase der Vorplanung Fachplanung. Besonders wichtig ist mir auch das Bündelungsgebot. SuedLink, auch in der Erde, muss nach Möglichkeit dort geplant werden, wo es schon Kabeltrassen oder Autobahnen gibt, denn dort ist der Eingriff in die Natur geringer. Des Weiteren plant TenneT eine umfassende Bürgerbeteiligung, um Anregungen aus der Bevölkerung mit in die Planung aufzunehmen und weitere mögliche Widerstände für den Trassenverlauf von SuedLink zu identifizieren und gegebenenfalls umzuplanen. Ich fordere daher alle Bürger dazu auf, diese Möglichkeiten der Beteiligung umfassend zu nutzen.

Von Mitte Oktober bis Mitte November wird TenneT Info-Foren durchführen. Über 30 Veranstaltungen werden in den Landkreisen stattfinden, in denen die vorgeschlagenen Erdkabelkorridore verlaufen könnten. Dort können Bürgerinnen und Bürger sich über die Planungen informieren und auch Hinweise zu den vorgeschlagenen Erdkabelkorridoren abgeben. Des Weiteren ist eine Beteiligung auch online möglich. Unter www.tennet.eu haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit mögliche Korridorverläufe einzusehen und Anmerkungen direkt online abzugeben.

Die Nord-Süd-Verbindung SuedLink soll Strom aus erneuerbaren Energien aus dem Norden in den Süden transportieren, der vom Herunterfahren der restlichen Kernkraftwerke bis 2022 besonders betroffen ist.

Foto: Andreas Mattfeldt, Lex Hartmann (TenneT)

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