THW bekommt zusätzliches Geld

VON LUTZ RODE
Landkreis Osterholz. Für die Liegenschaften des Technischen Hilfswerks (THW) stellt der Bund zusätzliches Geld zur Verfügung. Ein Sonderprogramm soll dazu beitragen, dass Gebäude saniert oder neu gebaut werden können. Bis 2018 stehen dafür 27 Millionen Euro bereit – vier Millionen Euro davon im kommenden Jahr. Auf diesen Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestages haben unabhängig voneinander die beiden Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt (CDU) und Christina Jantz (SPD) hingewiesen.
Das zusätzliche Geld soll helfen, die vielerorts maroden THW-Unterkünfte und Liegenschaften auf Vordermann zu bringen. Auch beim THW-Ortsverband Osterholz-Scharmbeck gibt es mehrere Bereiche, die aus Sicht des Vorsitzenden Bernd Schumacher in der Unterkunft an der Straße Am Binnenfeld verbessert werden könnten. Ein eigentlich vorgeschriebener eigener Jugendraum fehle und in der Werkstatt gebe es kein Fenster, zudem sei das Büro für die Führungskräfte beengt – Platz für vertrauliche Gespräche bei den Diensten gebe es kaum. „Es wäre schön, wenn wir von dem Programm profitieren würden. Doch ich glaube nicht so richtig daran“, sagt Schumacher. Der Grund: Beim THW gibt es bundesweit eine hohe Zahl an Gebäuden, die noch in einem erheblich schlechteren Zustand seien als das der Osterholzer THW-Helfer. Als Beispiel nennt Schumacher die Unterkunft des THW in Verden. Dort regne es hinein, so dass das Gebäude gar nicht mehr genutzt werden könne. Auch der Zustand vieler Unterkünfte in Ostdeutschland lasse häufig zu wünschen übrig. „Es werden Werte vernichtet, wenn die Gebäude nicht dicht sind“, meint Schumacher. 
Andreas Mattfeldt und Christina Jantz lassen in ihren Mitteilungen keinen Zweifel daran, dass sie die Arbeit des THW mit seinen über 80 000 ehrenamtlichen Helfern schätzen. „Um dieses außergewöhnliche Engagement aufrechtzuerhalten, ist neben einer guten Ausrüstung auch eine adäquate Unterbringung der Ortsverbände notwendig“, sagt Mattfeldt. Er hoffe, dass auch das THW in Osterholz von den Bundesgeldern profitieren könne. Christina Jantz erwähnt die Osterholzer nicht, sieht aber gute Chancen für den THW-Ortsverband Verden, dass dieser von dem Bauprogramm profitieren kann, weil er auf der Prioritätenliste des THW geführt werde. 
Der THW-Ortsverband Osterholz befindet sich derzeit im Umbruch: Der Weggang mehrerer Helfer konnte nach den Worten des Ortsverbandsvorsitzenden Bernd Schumacher noch nicht ausgeglichen werden. Es gebe jedoch eine starke Jugendabteilung, aus der fünf bis sieben Mitglieder in den nächsten Jahren zu den Erwachsenen wechseln werden. 

Die Norddeutsche vom 24.11.2014

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