Umgang mit dem Islam

mattfeldt 21Uns allen in der Region steckt noch der Schrecken in den Gliedern wenn wir an die Terrorwarnung in Bremen denken. Bislang war diese Gefahr für uns alle zwar im Bereich des Möglichen, aber doch recht abstrakt. Durch die konkrete Warnung am Samstag rückt diese Bedrohung doch ein Stückchen näher.

Entsetzt bin ich, wenn ich in diesen Tagen in der Zeitung lese, dass der Verein Islamisches Kulturzentrum in Bremen schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben hat, dass der Gemeinderaum durch Stiefel und den Einsatz von Hunden geschändet worden sei. Diese Kritik blendet das – nach meinem Kenntnisstand – rücksichtsvolle Vorgehen der Polizei völlig aus. Die Tatsache, dass sie schwerbewaffnet und mit Spürhunden in die Gemeinderäume eindringen mussten, ergab sich aus der Vermutung von dem Vorhandensein von Maschinenpistolen in den Räumlichkeiten und der befürchteten konkreten Gefahrenlage in der Bremer Innenstadt. Über die Schuhe hat die Polizei nach eigenen Angaben Überzieher gezogen und darüber hinaus sei auch noch eine Gebetspause abgewartet worden.

Nach meinem Dafürhalten haben die Gemeindemitglieder und die muslimischen Verbände auch eine Verantwortung, sich von dem islamistischen Terror zu distanzieren. Leider war hiervon z.B. während der Solidaritätsbekundungen anlässlich der Anschläge auf Charlie Hebdo in Berlin kaum etwas zu merken – hier waren mehr deutsche Politiker als muslimische Teilnehmer anwesend.

Von einer islamischen Gemeinde hier in Deutschland erwarte ich auch, dass sie keine Dschihadisten in den eigenen Reihen duldet. Wenn diese nämlich dort keine Heimat mehr fänden, wären solche Durchsuchungen wie sie in Bremen erfolgten nicht mehr nötig.

Abschließend möchte ich noch einen Blick auf unser Nachbarland Österreich werfen. Dort wurde gerade das Islamgesetz neu gestaltet und zwar dergestalt, dass z.B. künftig die islamischen Gemeinden in Österreich nicht mehr aus dem Ausland finanziert werden dürfen. Diese Forderung stellt die Initiative CDU 2017 um meine Kollegen Günter Krings und Jens Spahn in einem Positionspapier „Islam mitteleuropäischer Prägung“ auch. Dieser sowie dem Anspruch nach einer Ausbildung von Imamen deutscher Gemeinden in Deutschland und nicht im Ausland schließe ich mich an. Ich denke Österreich sollte für uns hier ein Vorbild sein.

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