Umweltfreundlichere Erdgasförderung möglich: Nehlsen AG stellt Verfahren zur Reinigung von giftigem Lagerstättenwasser vor

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Dieses Methode sollte zukünftig bei allen Erdgasbohrungen angewendet werden.

Auf meine Initiative hin hat sich ein Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie beim Bremer Unternehmen Nehlsen AG darüber informiert, wie giftiges Lagerstättenwasser gereinigt werden kann. Dieses Lagerstättenwasser ist ein Abfallprodukt der Erdgasförderung. Bislang wird das ungereinigte Wasser zurück in die Erde gepumpt: Das ist eine ernstzunehmende Bedrohung für unser Grundwasser. Aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie war daher der Referatsleiter für Grundsatzfragen der Rohstoffpolitik und Bergrecht Dr. Axel Bree aus Berlin angereist, um die Reinigungsmethode näher kennenzulernen.

Der Vorstandsvorsitzende der Nehlsen AG Peter Hoffmeyer und der Betriebsleiter Volker Winkelmann führten uns Besucher über das Firmengelände und erläuterten dabei das Reinigungsverfahren.  So wird zunächst eine Probe des Wassers im Labor untersucht. Danach wird das Wasser gefiltert, chemisch nachbehandelt und erneut gefiltert. Die Kosten für die Reinigung richten sich nach dem Verschmutzungsgrad des Wassers. Dieses Methode sollte aus meiner Sicht zukünftig bei allen Erdgasbohrungen angewendet werden. Diskutiert wurde dabei mit Dr. Bree wie die Reinigung des Wassers mit einer Aufbereitungsanlage vor Ort machbar ist und wie dabei die Salz- und Quecksilberproblematik des Wassers berücksichtigt wird.

Ich hoffe, dass die Reinigung des Lagerstättenwassers vor der Verpressung in den Boden ebenso in den neuen Bundesgesetzentwurf aufgenommen wird wie die Beweislastumkehr im Bergschadensrecht. Nur so kann in der Bevölkerung die Akzeptanz für Erdgasförderung bei uns in Deutschland erhalten werden. Wegen dieser Problematik bin ich auch mit zahlreichen Bürgerinitiativen in meinem Wahlkreis Osterholz-Verden im ständigen Gespräch.

Foto von links nach rechts: Volker Winkelmann, Andreas Mattfeldt MdB, Peter Hoffmeyer und Dr. Axel Bree auf dem Gelände der Firma Nehlsen, die über das notwendige Know-how für die Aufbereitung von giftigen Lagerstättenwasser verfügt

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