Unser nächster Kandidat für den Weltraum: Der Astronaut Matthias Maurer

Der deutsche ESA-Astronaut Dr. Matthias Maurer hat mich im Bundestag in Berlin besucht, um unter anderem über seine erste Mission ins All zu sprechen. Begleitet wurde der Saarländer vom saarländischen CDU-Fraktionsvorsitzenden Alexander Funk.

Maurer ist Materialwissenschaftler und hat im September 2018 seine dreijährige Grundausbildung zum Astronauten abgeschlossen. Damit gilt er als einsatzbereit. Er soll innerhalb der nächsten drei Jahre zum ersten Mal ins Weltall fliegen und könnte auf der Internationen Raumstation (ISS) an einer deutsch-französischen
Mission beteiligt sein. Als Haushaltspolitiker und zuständiger Hauptberichterstatter für das Wirtschaftsministerium bin ich zuständig für die Finanzierung der deutschen Beteiligungen an den Missionen der European Space Agency (ESA).

Ich bin wie Matthias Maurer überzeugt, dass die astronautische Raumfahrt wichtig für die Menschheit ist, unter anderem, um neue Produkte zu entwickeln. Gerade die Schwerelosigkeit ermöglicht uns Forschungen an neuen Materialien, die so auf der Erde nicht möglich wären. Diese Forschung kann dann neue Entwicklungen und Innovationen auf der Erde überhaupt erst ermöglichen, um mit neuen Technologien unser Leben einfacher und auch umweltschonender zu gestalten.

Für Maurer ist es darüber hinaus ein wichtiges Anliegen, Schülerinnen und Schüler für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. Hier herrscht in vielen Bereichen ein großer Fachkräftemangel.

Es gibt bereits in über 72 Ländern Weltraumagenturen. Darum ist es wichtig in die Zukunftsbrache Raumfahrt zu investieren. Nur so können wir sicherstellen, dass wir auch weiterhin technologisch zu den weltweit führenden Raumfahrernationen gehören. Hierzu gehört, dass wir uns mit der Ariane 6-Trägerrakete einen eigenständigen Zugang zum All bewahren und unser Know-how sichern und ausbauen. Mit der Orion-Mission wird Europa darüber hinaus zusammen mit der amerikanischen Weltraumagentur NASA zurück zum Mond fliegen. Für das Orion-Raumschiff baut Airbus Defense and Space in Bremen das Servicemodul, dass unter anderem für den Antrieb sowie die lebenserhaltenden Maßnahmen zuständig ist. Der erste bemannte Mondflug der Orion-Mission ist für 2022 geplant.

Die Raumfahrt bietet auch große Chancen für die Wirtschaft. Neben dem Raketenbauer ArianeGroup und Airbus gibt es eine große Zahl kleiner und mittelständischer Unternehmen – wie das für die Galileo-Satelliten bekannte Bremer Unternehmen OHB und viele weitere Zulieferer. Diese Unternehmen schaffen hochtechnologische Arbeitsplätze und tragen so dazu bei, dass unsere Welt jeden Tag Stück für Stück ein bisschen besser wird.

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