Verdener Gespräch: Themen, die uns vor Ort bewegen

Es gibt viele Themen, die uns vor Ort bewegen. Um das Gefühl für diese Themen nicht zu verlieren, bin ich immer noch gerne und mit Leidenschaft Kreistagsabgeordneter. Als Abgeordneter im Kreistag und im Bundestag ist eines meiner wichtigsten Anliegen, das Leben der Menschen vor Ort zu verbessern.

Eines dieser Themen ist die ärztliche Versorgung. Gerade durch die Problematik des demografischen Wandels, ist die wohnortnahe ärztliche und medizinische Versorgung von besonderer Wichtigkeit. Dazu zählen Krankenhäuser selbstverständlich genauso dazu wie Pflegeeinrichtungen und würdevolle Palliativstationen sowie niedergelassene Ärzte. Es ist wichtig, dass wir auch zukünftig genügend Kapazitäten für die wohnortnahe Versorgung für die Menschen bereitstellen, damit unsere Heimat lebenswert bleibt. Aus diesem Grund wird sich unsere diesjährige Umlandkonferenz, die am 10. Juli um 15 Uhr im Borgfelder Landhaus in Bremen stattfinden wird, mit dem Thema wohnortnahe medizinische Versorgung beschäftigen. Gemeinsam mit Vertretern aus der Metropolregion und dem zuständigen Staatssekretär aus dem Bundesgesundheitsministerium, Lutz Stroppe, wollen wir diskutieren und Lösungen finden, wie die medizinische Versorgung auf einem qualitativ hohen Standard wohnortnah für die Menschen gesichert werden kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir dies nur länder- und landkreisübergreifend erreichen können.

Ein weiteres wichtiges Thema, sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Unternehmen, ist die in zahlreichen Gegenden noch immer unzureichende Breitbandversorgung. Hier sind wir im Landkreis zwar allgemein schon gut aufgestellt, haben aber noch einige Defizite und weiße Flecken. Leider nutzt der Landkreis die angebotenen Hilfsprogramme des Bundes nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Beispielsweise hat der Landkreis Osterholz aus dem Breitbandförderprogramm des Bundes 6 Millionen Euro erhalten. Zwar fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Vorrang Gegenden, die noch unterversorgter sind als unser Landkreis. Wenn aber beispielsweise so dichtbesiedelte – und mit Sicherheit bereits gut ausgebaute – Gebiete wie Hamburg oder Wolfsburg gefördert werden, sollten wir auch einen Antrag stellen. Ein Versuch ist es allemal wert, schließlich läuft der 5. Aufruf des Förderprogrammes noch bis Ende September. Thedinghausen könnte hier mit gutem Beispiel voran gehen. Dort haben wir zusammen mit dem CDU-Samtgemeindeverband eine Breitbandinformationsveranstaltung organisiert auf der, am 3. Juli um 18 Uhr im Erbhof, lokale Experten und Experten des Breitbandförderprogramms des Bundes die Möglichkeiten für schnelles Internet in Thedinghausen vorstellen wollen.

Aber nicht nur die digitale Infrastruktur ist wichtig, auch die klassische. Darum setze ich mich weiter für einen dritten echten Allerübergang ein, den ich für zwingend erforderlich halte. Unsere Generation muss bei den derzeitigen guten finanziellen Einnahmen diese große Investition in die Zukunft mit Mut angehen, wie auch Generationen vor uns viel mehr Mut zu Investitionen im Infrastrukturbereich hatten. Gleiches gilt auch für die Autobahnabfahrt Achim-West, wo es mir gemeinsam mit der Stadt Achim gelungen ist, dass diese mit den sogenannten „Gesehen-Vermerk“ versehen wurde, so dass die Finanzierung seitens des Bundes gesichert ist. Neben der verkehrlichen Entlastung hat dies auch zur Folge, dass zusätzliche Gewerbeflächen erschlossen werden können. Achim würde hiervon zukünftig massiv von steigenden Gewerbesteuereinnahmen profitieren. Gleiches gilt auch für Arbeitsplätze. Schließlich ist eine gute Infrastruktur die Lebensader unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Hiervon würde unsere ganze Region profitieren.

aus Verdener Aller-Zeitung vom 29.06.2017

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