Viel Berliner Luft geschnuppert

Mattfeldt Andreas

Der Schreibtisch von Erich Mielke, das moderne Ambiente eines Ausschusssaales oder der Kabinettstisch im Bundeskanzleramt waren nur drei von ganz vielen Stationen, die die 50 Gäste aus meinem Wahlkreis Verden/Osterholz kürzlich in Augenschein nahmen. Auch der morgendliche Besuch im ZDF-Hauptstadtstudio und eine ausgedehnte dreistündige Fahrt durch die Bundeshauptstadt sowie eine Diskussion im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hinterließen bei den Besuchern aus dem Wahlkreis 35 – es waren zu einem Großteil Handballer aus  Osterholz und Verden – einen tiefen Eindruck.

Das vom Bundespresseamt zusammengestellte Programm begann mit einem Informationsgespräch in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße – der ehemaligen Stasi-Zentrale. Hier wurde meinen Gästen noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wie unmenschlich in dieser Diktatur gehandelt wurde. Besonders die Macht, die in der DDR von Stasi-Chef Erich Mielke ausgegangen war, hinterließ bei der Gruppe einen tiefen Eindruck.

Der zweite Punkt des Tages führte uns durch den Reichstag. Räume, die sonst kaum gezeigt werden, nahm die Gruppe in Augenschein. Unter anderem einen Sitzungssaal eines Fachausschusses. Hier gab’s aber nicht nur etwas zu sehen, sondern auch eine ganze Menge an Hintergrundwissen zu hören. Es ist mir, wie an dieser Stelle oft geschrieben, wichtig, meinen Gästen bei dieser Gelegenheit persönlich Rede und Antwort zu stehen. Ich lasse keinen Zweifel daran, dass in der Politik so manches besser und effektiver laufen könnte – meine eigene Fraktion eingeschlossen. Auf der anderen Seite ist die aktive Politik in weiten Teilen besser als ihr Ruf.

Früh aufstehen hieß es dann am zweiten Tag, denn die Gäste von Aller und Hamme übernahmen eine wichtige Statistenrolle. Sie waren live dabei, als Cherno Jobatey und Dunja Hayali im Studio „Unter den Linden“ auf Sendung gingen. Top, klasse oder spitze – das waren die spontanen Kommentare der „Akteure“, denen man zuvor erst einmal das richtige Klatschen beigebracht hatte.

Weitaus ruhiger ging es dann ein wenig später zur Sache. Verständlich, denn schließlich bewegte man sich auf den Spuren der ganz großen Politik. Der Besuch des Bundeskanzleramtes war ein besonderes Highlight. In zwei Gruppen wurden die Gäste durch die riesigen Räume geführt. Besonderes Interesse fand dabei der Kabinettssaal, wo die Kanzlerin und ihre Minister jeweils mittwochs wichtige Beschlüsse für die Menschen und die Republik treffen.

Wer sich für Politik, Geschichte und Stadtentwicklung interessierte, der kam bei der dreistündigen Stadtrundfahrt voll und ganz auf seine Kosten. Ein exzellenter  und versierter Berlin-Kenner zog die Zuhörer schnell in seinen Bann, so dass es auch an dieser Stelle Informationen vom Feinsten gab. Auch das war, so die meisten der Gruppenteilnehmer, einfach spitze. Der Schlusspunkt wurde dann am Freitag im Familienministerium gesetzt, wo den Gästen die Zuständigkeiten und Kompetenzen von Ministerin Kristina Schröder und ihrem Haus erläutert wurden.

Es steht zu erwarten, dass das jeweils persönliche Empfinden der Gäste dazu führen wird, dass der ein oder andere bereits seinen nächsten Besuch an die Spree plant. Ich freue mich schon darauf, den so manchen wieder in Berlin begrüßen zu dürfen.

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