Wenn Liebe durch den Magen geht … und ausgezeichnet ist

28. Juli 2023

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Liebe durch den Magen geht, dann hat das oft auch viel mit der Leidenschaft zu tun, mit der sich Koch, Gastronom und sein Team um Gaststube, Küche und Zubereitung kümmern. Manche tun das mit einem besonderen Ansatz: Das ist auch beim Gastronomen-Ehepaar Marc und Marion Imme der Fall, die seit vielen Jahren in Ihrem Restaurant „Zur Teufelsmoorschleuse“ im Osterholz-Scharmbecker Ortsteil Teufelsmoor die regionale Küche mit ihren besonderen Rezepten und Verarbeitungsmethoden ganz hochhalten.

Weil das Restaurant in den schweren Coronazeiten geschlossen bleiben musste, beschloss der findige Gastronom: Wenn die Gäste nicht bei mir Essen können, dann muss mein Essen zu ihnen kommen. Aus der Idee wurde gemeinsam mit lokalen Unterstützern schnell eine sehens- und geschmacklich erlebenswerte Palette von Produkten, von Wurst und Knipp im Glas bis zum Heidelbeerwein aus im Teufelsmoor angebauten Heidelbeeren. Inzwischen bieten viele Nahversorger diese Produkte aus der Region in ihren Häusern an. Eine Erfolgsgeschichte weit über das inzwischen wieder gut laufende Restaurant hinaus.

Genau für diesen täglichen Einsatz zum Erhalt der regionalen Geschmacks- und Kochkultur ist das Restaurant „Zur Teufelsmoorschleuse“ jetzt ausgezeichnet worden – mit der höchsten Auszeichnung, die es dafür in Deutschland gibt. Die persönliche Hingabe mit der Chef Marc Imme das kulinarische Erbe weiterträgt, auch mit der Schulung anderer Gastronomen aus ganz Deutschland, hat sich auch in meinen Augen vom Geheimtipp im Teufelsmoor zu einer appetitanregenden Werbung für die gesamte Region, weit über den Landkreis Osterholz gemausert.

Hier gibt es sie noch oder besser gesagt wieder, die gute Küche mit Familienanschluss, handwerklich gut gemachtes Essen aus frischen Produkten und zubereitet nach traditionellen Rezepten mit innovativen Neuerungen.

Deshalb hat es dieses Haus verdient, zu den nur 23 Restaurants in Deutschland zu gehören, die bisher für ihre Nachhaltigkeit sowie gute und hochwertige regionale Küche ausgezeichnet worden sind. Davor ziehe ich meinen Hut und bin sehr stolz, einen solchen gastronomischen Lichtblick in meinem Wahlkreis zu haben! Marc und Marion Imme beweisen mit ihrem Haus „Zur Teufelsmoorschleuse“, dass Regionalität allen Beteiligten, vom Koch über den Gastronom bis hin zum Gast Spaß machen kann, wenn man es richtig macht.

Zu dieser persönlichen Überzeugung passt auch, dass es fast nicht zu der Auszeichnung gekommen wäre, wie der Restaurantchef bei der offiziellen Übergabe der Auszeichnung den vielen Ehrengästen etwas kleinlaut eingestand: Nachdem Test-Esser unbemerkt in der Gaststube an der Hamme gegessen hatten und begeistert waren, ignorierte Gastronom Imme die in der Folge eingehenden Anschreiben. „Ich dachte, das sei irgendeine Werbung und hab sie in den Papierkorb geworfen.“ Bis irgendwann ein verzweifelter Anruf der Prüforganisation Klarheit gebracht hätte – und die Auszeichnung, die Marc Imme jetzt stolz in seiner Gaststube aufgehängt hat… noch eine ganz sympathische Geschichte aus unserem schönen Teufelsmoor.