Wir brauchen mehr Einsatz für den Erhalt der Brücke Auf dem Branden

Gemeinsam mit unserem Langwedeler CDU-Gemeinderatsmitglied Lars Lorenzen habe ich mich gegen den Abriss der Brücke Auf dem Branden ausgesprochen. Die Generation vor uns hat ganz bewusst diese Brücke gebaut. Wir wissen heute nicht, wie sich Langwedel in den kommenden 20 Jahren entwickeln wird und ob sich das Gewerbegebiet einmal auf die andere Autobahnseite ausdehnen wird. Es kann gut möglich sein, dass zukünftige Generationen die Brücke brauchen werden und sie schmerzlich vermissen würden.

Ich halte es für einen großen Fehler, dass der Gemeinderat nicht nur keine Einwände gegen das Vorhaben erhoben hat, sondern auch die Chance vergeben hat, eine Stellungnahme gegenüber der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr abzugeben. Was ist, wenn die Autobahnbrücke an der Feldstraße einmal saniert werden muss? Wo soll der Verkehr dann aufgefangen oder umgeleitet werden? Diese Fragen muss der Bürgermeister beantworten! Die Sperrung der Brücke in Intschede zeigt, wie schmerzlich es sein kann, keine Alternativen in der Hinterhand zu haben. Ich habe mich im Kreistag mit meinem SPD-Kollegen Bernd Junker aus Achim für einen zweispurigen Ausbau der Brücke eingesetzt. Auch in Langwedel hat man erst reagiert, als alles zu spät war.

Lars Lorenzen und ich befürchten, dass weitere Anträge zum Rückbau von Infrastruktur folgen könnten, wenn der Gemeinderat nicht für den Erhalt dieser Brücke kämpft. Dies könnte zum Beispiel die Brücke Moorstraße nach Langwedelermoor treffen. Nachfolgegenerationen könnten unter dieser Teilnahmslosigkeit des Gemeinderates leiden.

Die Brücke über die Autobahn ist seinerzeit aus guten Gründen realisiert worden und damit in der Region existent und planerisch als Bauwerk gesichert. Wir sollten diese existierende Brücke für den Verkehr auch zukünftig erhalten. Was einmal an Infrastruktur beseitigt wurde, wird nur schwerlich wieder neu erbaut werden können. Deshalb darf es nicht leichtfertig aufgeben werden, sondern muss für kommende Generationen erhalten bleiben. Dies gilt selbstverständlich auch für den Flecken Langwedel, der Dank der Autobahn 27 eine besonders positive Lagegunst hat, sie nach meiner Überzeugung nur leider nicht nutzt.

Als Bürgermeister habe ich seinerzeit lange für die Autobahn-Anschlussstelle gekämpft und war froh, diese realisieren zu können. Heute muss ich mit Erschrecken feststellen, dass trotz vollwertiger Anbindung an die Autobahn seither in Sachen Industrie- und Gewerbeansiedlung kaum etwas passiert ist. Der Bürgermeister hat hier versäumt, die richtigen Weichen für neue Ansiedlungen zu stellen. Achim, Oyten und Verden zeigen eindrucksvoll, dass man auch bei knapper werdenden Flächen Gewerbegebiete erfolgreich erschließen kann. Warum klappt in Langwedel nicht, was dort funktioniert?

Ich fordere deshalb, dass die Gemeinde für ihre Infrastruktur kämpfen muss: Wir wissen nicht, ob ein massiver Widerstand zum Erhalt der Brücke geführt hätte. Aber es ist schlimm und bedauerlich, dass dies noch nicht einmal versucht wurde.

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