Wir brauchen Menschen, die sich für unsere Demokratie einsetzen

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Bärbel Müller (links) und Gebärdendolmetscherin Bianca Kaspers nutzten den Besuch des Infomobils des Bundestages in Achim, um mit mir zu sprechen.

 

Es ist eine Freude, zuzusehen, wie sich die Menschen beim Infomobil des Deutschen Bundestages für die Arbeit unseres Parlaments interessieren und darüber informieren. Das erlebe ich derzeit bei meinen Besuchen der mobilen interaktiven Ausstellung auf dem Achimer Bibliotheksplatz. Auch heute, Dienstag, bin ich dort wieder von 14 bis 16 Uhr, um von den Menschen aller Generationen zu erfahren, wo ihnen wirklich der Schuh drückt. Nutzen auch Sie diese Gelegenheit!

Schon gestern habe ich am Infomobil mit vielen Besuchern gesprochen. Ihre Anliegen waren vielfältig: Die Fragen reichten von, wo man einen Behindertenausweis beantragen kann, über Berufsgenossenschaften bis hin zu direkten Auswirkungen von Änderungen in der Gesetzgebung auf Betroffene.

Besonders gut hingehört habe ich, als es um das Anliegen von Bärbel Müller ging. Die hörbehinderte Frau war gemeinsam mit ihrer Gebärdendolmetscherin Bianca Kaspers zum Infomobil gekommen. Sie beklagte unter anderem, dass Hörbehinderte nur sehr ungenügend Parlamentsdebatten im Fernsehen verfolgen könnten, weil diese nicht für Hörgeschädigte in Gebärdensprache übersetzt würden. Das sei in einigen südamerikanischen Ländern deutlich besser geregelt, berichtete sie.

Darüber hinaus beklagte Bärbel Müller, wie schwierig es für sie im Alltag sei, einen solchen Dolmetscher finanziert zu bekommen.  Den benötige sie nicht durchgehend. Aber wenn es bei ihrer beruflichen Tätigkeit zum Beispiel Neuerungen im Unternehmen gebe, sei sie auf diese besondere Hilfe angewiesen. 

Von diesen Informationen bin ich sehr betroffen und habe sofort meine Unterstützung angeboten. Grundsätzlich bin ich über andere Behinderungen und die Sorgen der Betroffenen recht gut informiert. Die Thematik der Hörbehinderten ist für mich aber neu.

Ich habe Frau Müller versprochen, mich für dafür einzusetzen, dass künftige Debatten im Fernsehen von Gebärdendolmetschern übersetzt werden. Dazu gibt es bereits eine Initiative im Bundestag. Da sind wir dran. Aber bis das Ergebnis für die Betroffenen spürbar wird, kann es noch dauern.

Einige Schulklassen, so wie die Elftklässler des Bato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums aus Achim, haben sich im Vorfeld angemeldet, um ihre Informationen aus erster Hand von ihrem Abgeordneten zu bekommen. Eine solche Gelegenheit nehme ich natürlich besonders gerne wahr. Es ist mir ein persönliches Anliegen, interessierten Menschen aller Altersgruppen zu erklären, welche Aufgaben Parlament und Abgeordnete haben und wie wichtig diese Arbeit für das Funktionieren unserer Demokratie ist. Die Freiheit, die unser Rechtsstaat bietet, ist  nicht umsonst zu haben.

Wir brauchen Menschen, die sich für unsere Demokratie und unser parlamentarisches System einsetzen.  Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn sich möglichst viele Menschen über den Besuch des Infomobils hinaus auch persönlich in die politische Arbeit vor Ort einbringen. Wir brauchen dringend gute Mitstreiter in den Gemeinde- und Stadträten, in den Parteien und Verbänden. Von hier kommen viele wichtige Informationen und Anregungen – auch für meine Arbeit im Bundestag in Berlin.

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