Wir müssen uns gemeinsam abstrampeln für das neue Worpsweder Hallenbad

Wir müssen uns gemeinsam abstrampeln für das neue Worpsweder Hallenbad

 

Rauf aufs Rad und erst einmal 33 Kilometer durch die pralle Mai-Sonne – der Einsatz der Mitstreiter ist groß, wenn es um das neue Hallenbad für Worpswede geht. Und der Unterstützungsbedarf ist es auch. Schließlich fehlen noch etliche Millionen Euro, um das für die Zukunft des Kurortes und Künstlerdorfes, aber vor allem der Menschen in der Gemeinde so (über-)lebenswichtige Projekt erfolgreich umsetzen zu können.

Dass es nach jahrelangen Diskussionen in der Politik überhaupt eine Chance auf ein zeitgemäßes Bad geben kann, haben die Worpsweder auch mir als ihrem hiesigen Bundestagsabgeordneten zu verdanken. Ich habe mich des Themas bereits frühzeitig angenommen und dafür eingesetzt, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages aus seinen Sondermitteln den höchstmöglichen Förderbetrag für ein solches Projekt bewilligt hatte: Sechs Millionen Euro fließen in den Künstlerort.

Um weitere Unterstützung einzuwerben, aber auch um sich bei  mir für den erfolgreichen Einsatz zu bedanken, machten sich eine Delegation der in zwischen fast 600 Worpsweder Stadtradler auf den Weg in das neue Wahlkreisbüro an der Schulstraße in Posthausen. Dort erwartete ich sie bereits und half den Flüssigkeits- und Nahrungshaushalt wieder auszugleichen.

Es muss sich in Sachen Worpsweder Hallenbad endlich etwas bewegen, stimme ich mit den Aktiven des Schwimmbadfördervereins und der DLRG Worpswede überein. Wir müssen uns gemeinsam abstrampeln für das neue Hallenbad. Sonst wird das nichts. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass es einen Schulterschluss von Gemeinde- und Kreisverwaltung, Politik und aller Menschen im Künstlerort gibt.

„Es ist nicht auszudenken, was im Landkreis passiert, wenn das Worpsweder und das Hamberger Hallenbad zumachen müssen, nur weil die Kommunalaufsicht sie nicht als Daseinsfürsorge anerkennt“, mahnen die aktiven Schwimmbadförderer um Johannes Michaelis und Heiko Pankoke in meinen Augen zu recht.

Das Allwetterbad in Osterholz-Scharmbeck könnte weder die Zeiten für das Schulschwimmen aller Schulen der Gemeinden noch das Training für die mehr als 1200 DLRG-Mitglieder in der Kreisstadt sowie die in Hambergen und in Worpswede sicherstellen. Bereits heute gibt es ellenlange Wartelisten für Kinder, die Schwimmen lernen möchten. Letztlich würde sich die Haltung der Kommunalaufsicht negativ auf die Sicherheit aller Landkreisbewohner und das enorme ehrenamtliche Engagement auswirken. Auf den Punkt gebracht heißt das für mich: Eine unnötige Schwächung unserer Region und kontraproduktiv für die künftige Entwicklung des Tourismus in Worpswede und umzu.

Ich habe meinen Gästen aus Worpswede bei unserem Treffen in Posthausen auch erzählt, dass ich durch meinen seinerzeitigen erfolgreichen Einsatz zum Erhalt des Freibades in meinem Heimatort Langwedel in die Politik gekommen bin. Da haben wir etwas gemeinsam. Heute würde man sagen, wir haben eine Bürgerinitiative gegründet. Damals haben wir einfach gegen die gekämpft, die unser Freibad zumachen wollten. Der Kampf hat sich gelohnt. Das Freibad in Langwedel existiert bis heute. Einen solchen Erfolg wünsche ich den Worpsweder Schwimmbadförderern auch.

Mit reichlich Rückenwind aus Berlin machten sich die engagierten Worpsweder Radler auf den Heimweg und sammeln weiter Spenden, halten Ausschau nach Fördermöglichkeiten und werben für die Unterstützung durch Politik und Verwaltung, auch auf Kreisebene.