Mattfeldt ordnet wirtschaftliche und weltpolitische Lage beim DEHOGA-Stammtisch ein – Gastronomie gezielt entlasten

27. Februar 2026
Pressespiegel

Beim Stammtisch des DEHOGA-Kreisverbandes Verden hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeldt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung sowie die weltpolitische Lage eingeordnet. Im Mittelpunkt seines Impulsvortrags standen die Situation der Gastronomie, die konjunkturellen Perspektiven und die sicherheitspolitischen Herausforderungen für Deutschland und Europa.

Mit Blick auf die Branche betonte Mattfeldt die außergewöhnlichen Belastungen der vergangenen Jahre: „Die Gastronomie hatte durch die Corona-Pandemie keine einfachen Jahre. Viele Betriebe mussten um ihre Existenz kämpfen. Die Gastrohilfen, für die Mattfeldt sich von der ersten Stunde einsetzte, waren ein wichtiger Beitrag, um Unternehmen in dieser schwierigen Phase zu stabilisieren.“ Auch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf 7 Prozent bezeichnete der Abgeordnete als notwendige Maßnahme zur Entlastung: „Die 7 Prozent sind kein Geschenk, sondern ein kleiner Ausgleich für enorme Einbußen und steigende Kosten. Wer unsere Innenstädte lebendig halten will, muss die Gastronomie stärken.“

 

Wirtschaftliche Perspektiven und Standortpolitik

Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage zeigte sich Mattfeldt vorsichtig optimistisch. Er rechne zur Jahresmitte mit einem spürbaren Wachstum. Voraussetzung seien verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen und eine konsequente Standortpolitik. Das neue Standortförderungsgesetz sowie umfangreiche Investitionen des Bundes – unter anderem 650 Milliarden Euro im Verteidigungsbereich und 500 Milliarden Euro für Infrastruktur – seien wichtige Signale für Unternehmen. Besonders Norddeutschland könne davon profitieren. In Bremerhaven würden beispielsweise 1,35 Milliarden Euro in die Hafeninfrastruktur investiert. Der Bundestagsabgeordnete hat das Projekt als zuständiger Haushälter maßgeblich begleitet und damit eine entscheidende finanzielle Grundlage geschaffen. „Wer in Sicherheit und Infrastruktur investiert, stärkt zugleich wirtschaftliche Entwicklung. Neue Arbeitsplätze und Ansiedlungen wirken sich auch positiv auf Hotels und Restaurants aus.“

Gleichzeitig verwies Mattfeldt auf strukturelle Herausforderungen, etwa fehlende Gewerbe- und Industrieflächen. Am Beispiel eines Unternehmens in Verden, die keine geeigneten Flächen finde, machte er deutlich: „Wenn Unternehmen abwandern oder sich gar nicht erst ansiedeln können, verlieren wir Wertschöpfung – das trifft am Ende auch die Gastronomie.“

 

Fachkräfte und Aktivrente

Ein weiteres zentrales Thema war der Fachkräftemangel. Viele Betriebe hätten zunehmend Schwierigkeiten, Personal zu finden. Mattfeldt warb erneut für die von ihm von Beginn an unterstützte „Aktivrente“, die es Rentnerinnen und Rentnern ermöglichen soll, bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuzuverdienen. „Erfahrung und Engagement älterer Beschäftigter sind für viele Unternehmen unverzichtbar. Wir müssen alle Potenziale nutzen, um dem Arbeitskräftemangel zu begegnen.“ Zudem sprach er sich dafür aus, Leistung stärker zu honorieren. Der Spitzensteuersatz solle künftig erst bei 80.000 Euro statt bislang bei 68.000 Euro greifen.

 

Sicherheitspolitische Einordnung

Abschließend ging Mattfeldt auf die veränderte weltpolitische Lage ein. Die russische Bedrohung habe deutlich gemacht, dass Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit nachhaltig stärken müsse. „Wir müssen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen. Eine gut ausgestattete Bundeswehr ist Voraussetzung für politische und wirtschaftliche Stabilität.“ Er verwies zudem auf die wachsende Bedrohung durch China und die strategische Verschiebung globaler Machtzentren. Europa müsse selbstbewusst auftreten und seine Interessen geschlossen vertreten. In der anschließenden Diskussion tauschte sich Mattfeldt intensiv mit den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern aus. Sein Fazit:

„Mit wirtschaftlichem Wachstum, Investitionen in Sicherheit und einer verlässlichen Politik schaffen wir die Grundlage für stabile und erfolgreiche Jahre – auch für unsere Gastronomie.“