Deutlich mehr Geld für die Pflege

PflegePflege darf nicht zum Pflegefall werden

„Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz wird derzeit im Parlament beraten – der optimale Zeitpunkt für Ihre Diskussionsveranstaltung“, stellte Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Gesundheit, zu Beginn der Podiumsdiskussion mit Vertretern vom „Pflegenetzwerk Osterholz für Niedersachsen“ in Lilienthal fest. Fischbach folgte meiner Einladung als für Osterholz zuständigem Bundestagsabgeordneten. Gemeinsam mit dem Pflegenetzwerk, dem stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen angehören, diskutierten wir welche Herausforderungen in Sachen Pflege gemeistert werden müssen. Fischbach: „Ich bin gespannt auf Vorschläge und Anregungen und nehme diese gerne mit nach Berlin. Wir werden zukünftig 20 Prozent mehr für die Pflege ausgeben. So eine Dynamisierung hat es bei den Leistungen bislang nicht gegeben.“

Gemeinsam mit den Mitgliedern des Pflegenetzwerkes und interessierten CDU-Mitgliedern wurde im „Haus am Dreyerskamp“ offen und sachlich darüber gesprochen, was in der Pflege dringend verbessert werden muss. Drei Themenschwerpunkte wurden in der Debatte schnell deutlich: Entbürokratisierung, Professionalisierung der Ausbildung und die fehlende Anerkennung in der Gesellschaft. Letzterem möchte Frau Fischbach mit einer Wertschätzungsoffensive begegnen.

Die meisten Vorschläge kamen zum Thema Entbürokratisierung der Pflege, die von den Mitgliedern des Pflegnetzwerks in einer speziellen Arbeitsgruppe im Vorfeld der Veranstaltung gesammelt wurden. So könne beispielsweise auf 50 Prozent der Dokumentationen nach Meinung der anwesenden Fachleute zukünftig verzichtet werden, wenn nur noch das Besondere vermerkt werde und nicht mehr alles, was gemacht wurde. Auch auf Bundesebene gab es zu diesem Aspekt eine Arbeitsgruppe, deren Vorschläge finden sich auf den Internetseiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Einig waren sich alle Anwesenden darin, dass unangemeldete Kontrollbesuche fortgeführt werden sollen. Wichtig sind hierfür aber transparente Kriterien und Standards. Mit dieser Frage beschäftige sich derzeit ein Fachinstitut, so Frau Fischbach, das Vorschläge für die Politik erarbeite. Es ist Aufgabe der Politik gute Rahmenbedingungen für eine menschenwürdige Pflege zu schaffen. Daher begrüße ich dieses Vorgehen meiner Fachkollegen im Ministerium ausdrücklich.

Fotos von links nach rechts: Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion Helmut Mensen vom Pflegedienst Lilienthal, Parlamentarische Staatssekretärin Ingrid Fischbach MdB, Andreas Mattfeldt MdB und Klaus Reiners von Diakonische Dienste in OHZ

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