Die neue Brücke 59 ist fertig

Gestern Festakt mit dem parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann / Knapp 1000 Tonnen Stahl verbaut

Die Kanalinsel Hagen-Grinden hat wieder direkten Anschluss an die Welt: Gestern Nachmittag ist die neue Brücke 59 für den Verkehr freigegeben worden. Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, war einer von vielen, die das Band durchschnitten.

VN 12 10 16 Brücke Hagen-Grinden
VON ANKE LANDWEHR
Langwedel-Etelsen. Gegen 17 Uhr rollten gestern die ersten Autos über die neue Stabbogenbrücke, die sich zwischen Etelsen und Hagen-Grinden über den Schleusenkanal spannt. Den Weg hatten viele freigegeben: der parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann, Landrat Peter Bohlmann, Bürgermeister Andreas Brandt, Bundestagsabgeordneter Andreas Mattfeldt, Ortsbürgermeisterin Irmtraud Kutscher, Ingelore Hering als Präsidentin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte und Jörn Spieker als Vertreter der bauausführenden Firmen durchschnitten gemeinsam das rot-weiße Flatterband.

Das Bauwerk, das im Juni 2011 in Angriff genommen worden war, um die alte marode Brücke zu ersetzen, fand allgemein Anerkennung. „Formschön“, befand Unternehmer Spieker. Knapp 1000 Tonnen Stahl und rund 1000 Kubikmeter Beton seien darin verbaut worden, die Spannweite betrage fast 90 Meter. Und mit einer Durchfahrtshöhe von 5,25 Metern kann sie auch von zweilagig mit Containern beladenen Großmotorgüterschiffen passiert werden, wie Ingelore Hering und Enak Ferlemann beim Festakt im beheizten Zelt betonten. Die noch laufende Anpassung der Mittelweser an die Jumbo-Schiffe werde vielleicht schon Mitte 2014 beendet sein. Ferlemann unterstrich die Bedeutung des Flusses als Transportweg für die Hinterlandanbindung der Seehäfen. Prognosen gingen von einer Verdreifachung des Transportaufkommens aus, das könnten Straße und Schiene alleine nicht leisten.

Wegen der den Landkreis kreuzenden Binnenschifffahrt auf der Weser werde es in Verden „immer eine ausreichende Verwaltung“ geben, ging Ferlemann kurz auch auf die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ein. Den Etelsern und Hagen-Grindenern dankte Ferlemann, dass sie die „kleinen Beeinträchtigungen“ durch den Brückenbau hingenommen hätten. Applaus bekam er von den anwesenden Einwohnern für den Satz: „Hagen-Grinden ist ein herrliches Fleckchen Erde.“

Dann ging es hinaus auf die Brücke. Die Sonne schien, der Himmel war blau und der Kapitän eines vorüberfahrenden Binnenschiffes grüßte mit einem lang anhaltenden Tuten der Schiffssirene.

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