Fracking-Debatte entzweit Abgeordnete in der Region

Landkreis Verden (wk). Die Debatte um die umstrittene Erdgasförderungs-Methode Fracking entzweit die Bundestagsabgeordneten aus der Region. Der Entwurf des Fracking-Gesetzes der beiden SPD-Minister Barbara Hendricks (Umwelt) und Sigmar Gabriel (Wirtschaft) sei unzureichend, meinen die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel aus Rotenburg und Andreas Mattfeldt aus Langwedel. Wenn die SPD-Abgeordneten Lars Klingbeil und Christina Jantz nun diesen Entwurf als vernünftig bezeichneten und angebliche Aufweichungen durch das Kanzleramt bemängelten, sei das nichts weiter als ein „durchsichtiges Ablenkungsmanöver“. Die SPD betreibe eine „offensichtliche Täuschung der Wähler“, zeigen sich Grindel und Mattfeldt in einer gemeinsamen Pressemitteilung verärgert.

Die angeblichen „Aufweichungen“ beträfen eine mögliche künftige Erdgasförderung im Schiefergestein. Grindel und Mattfeldt: „In unseren Wahlkreisen geht es aber um die seit Jahrzehnten praktizierte Erdgasförderung aus tiefsten Gesteinsformationen, dem sogenannte Tight Gas. Hier ist der Vorschlag der SPD-Minister nicht vernünftig, sondern völlig unzureichend.“ Hendricks und Gabriel definierten nur kleine Gebiete, in denen wegen möglicher Gefahren für das Trinkwasser das umstrittene Fracking generell verboten sein soll. Grindel und Mattfeldt wollen dagegen alle Trinkwassergewinnungsgebiete aus der Gasförderung herausnehmen.

Völlig unzureichend ist nach den Worten der CDU-Politiker die Regelung über das giftige Lagerstättenwasser, das bei der Gasförderung anfällt. „Hier soll sich an der Praxis der Verpressung nichts ändern.“ Trotz mehrerer Fälle von Bodenverunreinigungen und der nicht geklärten Häufung von Krebserkrankungen lasse der Gesetzentwurf der SPD-Minister einen umfassenden Schutz von Mensch und Natur vermissen.

aus Weser-Kurier vom 02.12.2014

 

 

 

 

 

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