In Anerkennung besonderer Verdienste

Verleihung von Ehrenzeichen an Mitglieder des Ortsverbandes Achim des THW

Achim. Jahresauftaktveranstaltung des THW Achim: Einmal jährlich Anlass für Rück- und Ausblicke, Lob und Kritik, Ermunterung, Anerkennung und ein gemeinsames Mittagessen. Bereits um 9 Uhr hatten sich am Sonnabendmorgen die Ehrenamtlichen in der Justus-von-Liebig-Straße eingefunden, um Resümee zu ziehen, Zahlenmaterial zu sichten, Organisatorisches zu besprechen. Neben den freiwilligen Helfern hatte sich auch Prominenz aus Politik und Verwaltung angesagt: Andreas Mattfeldt, MdB, Ratsvorsitzender Bernd Junker und Thorsten Strier, Leiter des Polizei-Kommissariats Achim, nahmen an der Sitzung teil. Ganz besondere Aufmerksamkeit bewirkte der Besuch des THW-Präsidenten Albrecht Brömme, der in besonderer Mission in die Weserstadt gereist war.

„Wir bekennen uns zur Demokratie und dulden keine Diskriminierung“, begann er seine Ansprache und verwies auf die besondere Verantwortung der Führungskräfte. Schnell schlug er den Bogen zu Christian Probst, Ortsbeauftragter in Achim, der dem Zusammenschluss seit 1987 die Treue hält. Als Wehrersatzdienstleister zunächst bei Bergungsarbeiten eingesetzt, avancierte er 1997 zum Zugführer und ist seit 2008 Ortsbeauftragter. „Sie sind hauptberuflich beim THW und gleichzeitig auch ehrenamtlich – ein Doppelengagement an verschiedenen Stellen. Außergewöhnlich und auch ein bisschen verrückt“, befand Albrecht Brömme und bescheinigte dem 40-Jährigen, ein guter Ausbilder, ein Stabilisator im Ortsverband und ein fähiger Lehrer an der THW-Bundesschule in Hoya zu sein.

„Es gibt Dinge, die im Verborgenen ablaufen“, fuhr der Präsident fort und verlieh dem völlig überraschten Probst das THW-Ehrenzeichen in Silber. Dank und Anerkennung seien damit verbunden und die Hoffnung, „dass Sie noch lange weitermachen; in zehn oder 20 Jahren ist durchaus noch eine Steigerung möglich“. Gleichzeitig verwies Brömme darauf, dass das Wirken der Organisation auch im Ausland positiv wahrgenommen werde. Es sei wichtig, sich auf Schwerpunkte zu begrenzen und im Rahmen dieser die angepeilten Ziele zu erreichen; eine gute finanzielle Ausstattung diene als Grundlage dafür.

Auch Andreas Mattfeldt würdigte die Leistung des THW Achim und zeigte sich erleichtert darüber, dass im vergangenen Jahr lediglich zu drei Einsätzen ausgerückt werden musste. Darüber hinaus betonte er den engen Draht zur Bundespolitik und hob die Schlagkraft bei der Bewältigung weltweiter Ernstfälle hervor. „Sie sind die besten Botschafter, die wir haben, und jeder Euro, der dem THW zufließt, ist wahrlich gut angelegt.“

Christian Probst, nach eigenen Worten „geflasht“ durch die unerwartete Auszeichnung, bezog zwei weitere Männer in die Würdigung ein und verlieh zunächst Hans Hoffmann das sogenannte Helferzeichen in Gold. Seit 2008 zugehörig, stehe er seit 2013 als Baufachberater zur Verfügung und unterstütze dadurch die Einsatzleitung fachkundig. Seine Tätigkeit als stellvertretender Stadtbrandmeister runde das überdurchschnittliche Engagement des 48-Jährigen ab.

Auch die Arbeit des Jörn Entelmann habe Anerkennung verdient, findet Probst. In der Funktion als Kraftfahrer und Sicherheitsbeauftragter habe er sich verdient gemacht und seine profunden Kenntnisse in den Dienst der guten Sache gestellt. „Jörn hat nach einer Pause vor einigen Jahren neu durchgezündet und das Helferzeichen in Gold mit Kranz verdient.“

„Vieles ist schon gesagt“, schloss sich Sabine Lackner, Landesbeauftragte Bremen/Niedersachsen, den Worten ihrer Vorredner an. Damit alles „so bleiben kann wie es ist“, versprach sie Entlastung bei der Bewältigung administrativer Aufgaben und stellte die Einbindung neuer Kräfte in Aussicht. „Man sollte nicht länger reden als  man auf einem Bein stehen kann“, schloss sie, übergab an Thorsten Strier vom Polizeikommissariat Achim, der den THWlern angesichts des Terrors in der Welt Mut zusprach. „Kommen Sie gesund aus den Einsätzen zurück.“

Bernd Junker, SPD, nahm zum ersten Mal an der Veranstaltung teil und zeigte sich beeindruckt von der Anwesenheit der vielen Ehrenamtlichen, unter ihnen zahlreiche Jugendliche. „Ich erinnere mich gerne an meine Kontakte zum THW und zur Feuerwehr“, sagte der Ratsvorsitzende und überbrachte die Grüße der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters. „Das Technische Hilfswerk hat eine positive Ausstrahlung“, bescheinigte er und dankte allen Beteiligten für 14000 Stunden ehrenamtliche Arbeit im vergangenen Jahr. Auch den Familien mit ihrem Verständnis für den Einsatz von Partnern und Vätern gelte Anerkennung und höchstes Lob.

aus Verdener Nachrichten vom 30.01.2017

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