In Berlin um den ländlichen Raum kümmern

Die Herausforderungen für den ländlichen Raum sind vor allem meiner Fraktion und mir ganz persönlich ein großes Anliegen. Deshalb habe ich sofort zugesagt, als mich mein Fraktionsvorsitzender Volker Kauder gebeten hat, mein Wissen und meine Erfahrungen in die neu gegründete Koalitionsarbeitsgruppe einzubringen.

Die Abgeordneten der CDU/CSU- und FDP-Bundestagsfraktion haben sich zur ersten konstituierenden Sitzung getroffen und die Themenbereiche umrissen, die sie bis zum Sommer diesen Jahres anpacken möchten. Ich möchte auf jeden Fall die Lücke zwischen Städtebauförderung und den Dorferneuerungsrichtlinien schließen. Während die Städtebauförderung erst ab einer Einwohnerzahl von 10.000 greift, ist die Förderung durch Dorferneuerung nur bis zu einer Einwohnerzahl von 3.000 möglich. Die Ortschaften mit einer Größe, die dazwischen liegt, gehen leer aus. Diesen Arbeitsschwerpunkt sehe ich für mich persönlich in dieser Arbeitsgruppe. Gerade aus meiner Zeit als Bürgermeister weiß ich, wie viele Ortschaften in den Landkreisen Verden und Osterholz in diese Lücke fallen.

Außerdem möchte ich den Menschen ganz ehrlich sagen, dass wir aufgrund der demographischen Entwicklung künftig in immer weiter schrumpfenden kleinen Ortschaften die Infrastruktur nicht wie bisher aufrecht erhalten können. Dies führt dazu, dass in den kommenden Jahrzehnten kleine Ortschaften an die Natur zurückzugeben sein werden. Eine Strategie, wie ein Rückbau aussehen soll, scheint mir aus ganz pragmatischen Zwängen heraus unabwendbar zu sein.
 

Foto: Die Mitglieder der neu gegründeten AG ländlicher Raum am Tag der konstituierenden Sitzung.

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