Interview in “Das Parlament” zur Erdgasförderung

erdgasfoerderungAuch die Berliner Redaktion der Bundestags-Zeitung „Das Parlament“ hat das Thema Erdgasförderung/Fracking aufgegriffen und in der aktuellen Ausgabe ein Interview mit mir abgedruckt: http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw20_interview_mattfeldt/373832

Nachdem wir in der vergangenen Sitzungswoche das Gesetzespaket zur Erdgasförderung im Bundestag in der ersten Lesung debattiert haben, versuchen wir in den jetzt anstehenden parlamentarischen Beratungen parteiübergreifend Verbesserungen an den Entwürfen vorzunehmen.

Ich hoffe, dass jetzt vor allem unser Koalitionspartner bereit ist, über die Verschärfungen, die wir als CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordern, zu sprechen. Vor der Kabinettsbefassung hat die SPD dies leider abgelehnt – wir hätten gerne bereits vor der Verabschiedung im Kabinett Änderungen an den Gesetzesentwürfen vorgenommen.

Unsere Verschärfungsvorschläge im Einzelnen: Wir fordern eine oberirdische Aufbereitung des Lagerstättenwassers. Wir brauchen eine echte Beweislastumkehr, damit Erdgas-Erdbeben-Geschädigte nicht wie bisher auf ihren finanziellen Schäden sitzen bleiben. Wir fordern, dass die willkürlich gegriffene 3000-Meter-Grenze, die zwischen Schiefergas- und Tight-Gas-Förderung unterscheiden soll, gestrichen wird. Auch im konventionellen Bereich brauchen wir eine stärkere und vor allem frühere Bürgerinformation und Beteiligung als bisher.

Wir dürfen uns aber nicht nur um das sogenannte Fracking kümmern. Ganz wichtig ist, dass wir zuerst – bevor überhaupt darüber nachgedacht wird, auch mit Fracking unkonventionelle Erdgaslagerstätten zu erschließen – die in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem unsachgemäßen Umgang mit dem giftigen Lagerstättenwasser oder im Zusammenhang mit durch die Erdgasförderung ausgelösten Erdbeben aufgetretenen Probleme lösen.

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