Hilfe für kinderlose Paare

Landkreis Osterholz (mes). Das Land Niedersachsen wird ab 2013 einen Teil der Kosten für künstliche Befruchtung bei ungewollt kinderlosen Paaren übernehmen und folgt damit dem Beispiel des Bundes, der schon in diesem Jahr bezuschusst.
Wie Bundestagsabgeordneter Andreas Mattfeldt in einer Pressemitteilung bekannt gibt, hat der für den Einzelplan des Familienministeriums zuständige Mattfeldt bereits im Bundeshaushalt 2012 gemeinsam mit Familienministerin Kristina Schröder Mittel für die künstliche Befruchtung bei ungewollt kinderlosen Paaren bereit gestellt. Dass die Niedersächsische Landesregierung beschlossen habe, sich am Programm des Bundes zu beteiligen, höre Mattfeldt gern. „Ich hatte gleich betont, dass die Unterstützung des Landes Niedersachsen unerlässlich ist“, so der für Osterholz zuständige Abgeordnete.
Bis 2012 gab es Zuschüsse für die ersten drei Versuche einer künstlichen Befruchtung. Ab dem vierten Versuch mussten die Paare die Kosten (zwischen drei- und viertausend Euro) selbst aufbringen. Der Bund hat für dieses Jahr sieben Millionen Euro an Zuschüssen zur Verfügung gestellt und in den folgenden Jahren werden es jeweils zehn Millionen Euro sein. Das Land Niedersachsen wird nun seinerseits jährlich rund 1,7 Millionen Euro beisteuern.
In Deutschland haben 36 Prozent der 25- bis 59-Jährigen einen nicht erfüllten Kinderwunsch. Fast jedes zehnte Paar ist ungewollt kinderlos und auf medizinische Hilfe angewiesen. „Das Programm ist eine sinnvolle Entlastung betroffener Paare und stärkt die Position von Familien“, äußert sich Mattfeldt zufrieden über die gemeinsame Förderleistung von Bund und Land.
Die Norddeutsche vom 03.08.2012

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