Offenes Gespräch mit dem Botschafter der USA

3Am Freitag war ich Gast in der amerikanischen Botschaft in Berlin. Der Alumniverein des Parlamentarischen Patenschafts-Programms für junge Berufstätige (PPP Alumni e.V.) hat dort seinen zweiten Film „Lasting Footprints“ vorgestellt. In diesem Rahmen hatte ich die Gelegenheit, den amerikanischen Botschafter John B. Emerson (Foto) zu sprechen. Selbstverständlich haben wir uns zu den aktuellen Ereignisse rund um die NSA-Affäre ausgetauscht. Ich habe in diesem Gespräch deutlich mein Missfallen zum Ausdruck gebracht und auch der Botschafter signalisierte seine Befremdlichkeit gegenüber dem vermutlichen Vorgehen der NSA. Am Tag zuvor war Emerson zu einem Gespräch bei Außenminister Westerwelle geladen worden. Vor diesem Hintergrund darf man nicht vergessen, dass zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik ein amerikanischen Botschafter in dieser Form einbestellt wurde. Das ist schon ein deutliches Signal!

Die jüngsten Ereignisse sind eine große Belastung für die deutsch-amerikanische Partnerschaft. Ich bin zutiefst erschrocken, wie weit die USA in dieser Sache gegangen sind und bin der Ansicht, dass so etwas nie wieder vorgekommen darf. Solch ein Vorgehen belastet das Vertrauen zwischen zwei Nationen nachhaltig. Der durch eine Aktion wie diese angerichtete Schaden lässt sich nicht ohne weiteres aufheben. Hier teilt der Botschafter meine Einschätzung. Gleichwohl sind die USA ein wichtiger Partner im globalen Gefüge und eine lückenlose Aufklärung ist unerlässlich, um wieder Vertrauen schaffen zu können.

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