Sommerreihe „Den Reichstag entdecken“ – Teil 9

2012 07 26 Archiv der Abgeordneten 023

Station 9: Das Archiv der Deutschen Abgeordneten

Wer den Übergang vom Jakob-Kaiser-Haus zum Reichstag nutzt, läuft buchstäblich gegen die Wand. Denn im Untergeschoss des Reichstages angekommen steht es, das „Archiv der Deutschen Abgeordneten“. Eine Installation des französischen Künstlers Christian Boltanski ist dieses Archiv der Abgeordneten, das von außen wie eine Ziegelsteinmauer anmutet, die an jeder Seite einen kleinen Eingang hat.

Wagt man den Schritt in das Kunstwerk eröffnet sich einem, woher der Name kommt. Metallkästen, mit den Namen von den Abgeordneten beschriftet, die von 1919 bis 1999 demokratisch in das deutsche Parlament gewählt wurden, sind bis zur Decke gestapelt und bilden einen schmalen Gang. Dieser und die diffuse Beleuchtung schaffen die Kelleratmosphäre. Die Kästen derjenigen Abgeordneten, die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind, tragen einen schwarzen Streifen als Zusatz. Eine schwarze Box (rechts im Bild) symbolisiert die Zeit von 1933 bis 1945, als kein demokratisch gewähltes Parlament die Vertretung des deutschen Volkes inne hatte.

Vom Untergeschoss geht es für uns nun hoch hinaus: auf die Dachterrasse.

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