Wir brauchen Klarheit

 
Landkreis Verden (ehi). Der Bundestags- und Kreistagsabgeordnete Andreas Mattfeldt (CDU) hat den Landkreis Verden und das Land Niedersachsen aufgefordert, eine tiefer gehende statistische Auswertung der Krebsfälle in den Erdgasfördergebieten des Landkreises Verden und des Landes Niedersachsen vorzunehmen. „Die Bürger brauchen hier dringend Klarheit. Ich hoffe sehr, dass es keinen Zusammenhang zwischen Krebsfällen und Erdgasförderung gibt. Aber auf Hoffnungen können wir uns nicht verlassen“, so Mattfeldt.
Er fordert sowohl das Gesundheitsamt im Landkreis Verden als auch das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) auf, aktiv zu werden, um diese Zahlen schnell zu erheben. „Ich wundere mich, dass der Landrat nicht bereits von alleine tiefer in die Zahlen eingestiegen ist. In einer Mitteilungsvorlage an uns Kreistagsabgeordnete hält er dies für nicht zielführend“, kritisiert Mattfeldt.
„Große Sorgen bereitet mir auch nach wie vor die Verpressung des hochgiftigen Lagerstättenwassers. Ich fordere seit Monaten das SPD-geführte Bundesumweltministerium auf, ein Verbot des Verpressens von Lagerstättenwasser in den Gesetzentwurf aufzunehmen“, so Mattfeldt. Das Bundesumweltministerium erarbeitet mit dem Bundeswirtschaftsministerium Gesetzentwürfe mit neuen Rahmenbedingungen für die Erdgasförderung. „Leider habe ich bisher noch keine positive Rückmeldung aus dem Umweltministerium“, so Andreas Mattfeldt. Er betont, dass er den Gesetzentwürfen nur zustimmen könne, wenn sie ein entsprechendes Verbot des Verpressens von Lagerstättenwasser enthielten. „Schäden durch Lagerstättenwasser hatten wir bei uns in der Region mit der Erdgasförderung mehr als genug. Wenn das bei jeder Förderung auftretende giftige Benzol- und Quecksilberbelastete Lagerstättenwasser nicht oberirdisch aufbereitet wird, kann es kein Vertrauen der Menschen in unserem Land zur Gasförderung geben“, erklärt Mattfeldt.
Auch die Wählergruppe im Flecken Langwedel (WGL) fordert den Landkreis in einem Antrag für den Gemeinderat auf, dass beim EKN kurzfristig eine statistische Auswertung zu einer möglichen Häufung von Krebsfällen im Gebiet des Erdgasförderfeldes Völkersen und den angrenzenden Ortschaften vorgenommen wird. In der Vergangenheit sei von besorgten Anwohnern immer wieder der Verdacht von gesundheitlichen Beeinträchtigungen geäußert worden, heißt es in dem Antrag. 

Achimer Kurier und Verden Stadt und Land vom 13.10.2014

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