Zukunft der Pflege im Fokus

 

VON BERNHARD KOMESKER
Landkreis Osterholz. Die Zukunft der Altenpflege beschäftigt zurzeit die Wahlkreis-Abgeordneten von CDU und SPD. Während sich der Christdemokrat Andreas Mattfeldt in Lilienthal mit den Dienstleistern des neuen „Pflegenetzwerks Osterholz“ traf, um über die Pflegereform zu reden, stellte sich die Sozialdemokratin Christina Jantz hinter die Forderungen von Arbeitnehmern, die Regierung müsse beim sich verschärfenden Pflegekräfte-Mangel gegensteuern. 
Das Pflegenetzwerk Osterholz hatte im Haus am Dreyerskamp jetzt Besuch vom CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt und der parlamentarischen Staatssekretärin Ingrid Fischbach. Wie Mattfeldts Büro anschließend mitteilte, schilderten die Netzwerk-Mitglieder, wo in der stationären und ambulanten Pflege der Schuh drückt. Es kristallisierten sich danach drei Forderungen heraus: weniger Bürokratie, professionelle Ausbildung und mehr gesellschaftliche Anerkennung.
Fischbach habe erklärt, das Pflege-Neuausrichtungsgesetz sei auf dem Weg. Die Regierung wolle ab kommendem Jahr 20 Prozent mehr für Leistungen im Pflegebereich ausgeben. Die Anregungen zur Entbürokratisierung nehme sie mit nach Berlin; die Netzwerk-Mitglieder um den Geschäftsführer des Pflegedienstes Lilienthal, Helmut Mensen, hatten erklärt, sie hielte die Hälfte der heute vorgeschriebenen Dokumentationen eigentlich für entbehrlich.
Einig waren sich die Gesprächspartner darin, an unangemeldeten Kontrollbesuche bei den Anbietern festzuhalten. Wichtig seien dafür aber transparente Kriterien und Standards, teilte Mattfeldts Sprecherin weiter mit. Der CDU-Abgeordnete wird mit den Worten zitiert: „Es ist Aufgabe der Politik, gute Rahmenbedingungen für eine menschenwürdige Pflege zu schaffen.“
Unterdessen übergab die SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz nach Angaben ihres Sprechers einen Katalog mit Forderungen zur Verbesserung in der Pflege an den Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Karl-Josef Laumann Laumann. Das Papier war der Schwaneweder Sozialdemokratin bei einer Kundgebung in Verden zum bundesweiten „Aktionstag Altenpflege“ übergeben worden. Hintergrund: Während die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt, mangelt es an ausgebildeten Pflegekräften. „Es ist wichtig auf die Situation in der Branche aufmerksam zu machen“, habe Jantz erklärt. „Wir müssen dafür sorgen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird, denn der Bedarf wird weiter steigen.“ Daher stehe sie hinter dem Anliegen der Pfleger, für das Laumann die richtige Adresse sei; der habe sich als Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege für die Verdener Petition bedankt und versprochen, sich im Ministerium für eine Verbesserung einzusetzen, so das Büro der SPD-Politikerin.
 
Wümme Zeitung vom 2.6.2014
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