Durchbruch bei Langwedeler Lärmschutz-Lücke

Als ich vom 22 Meter langen Loch in der neuen Langwedeler Lärmschutzwand in Höhe der Fußgängerunterführung im Zuge der Straßen Am Goldbach und Moorberg erfahren habe, konnte ich es zunächst nicht fassen: Der Bund hat doch ausreichend Geld für die Lärmsanierung bereitgestellt. Daran liegt es also nicht, war ich mir sicher und hakte nach.

Um der Angelegenheit Nachdruck zu verleihen, habe ich kurzfristig Anwohner, Politiker und Vertreter der Bahn zum Termin vor Ort zusammengeholt – direkt am Goldbachtunnel. Mit Erfolg. Gemeinsam mit knapp 40 Beteiligten haben wir eine Lösung gefunden, mit der die Lücke geschlossen werden kann.

Die von mir erreichte Vereinbarung: Drei direkte Anwohner verkaufen der Bahn einen jeweils zwei Meter breiten Streifen entlang der Gleise. Darauf wird die Lärmschutzwand errichtet, die sonst zu dicht an den Schienen stehen würde. Dort wäre sie dem Winddruck der durchfahrenden Züge nicht gewachsen, wie Gerhard Warnke, Projektleiter Lärmsanierung für Niedersachsen und Bremen der Bahn, vor Ort erläutert hatte. Gebaut wird dann nicht vom Gleis aus, sondern mit schwerem Gerät direkt auf den Privatgrundstücken. Auch dafür gab es vor Ort die notwendigen Zusagen der betroffenen Eigentümer.

Nach so viel Entgegenkommen der Anwohner ist nach meinem Verständnis aber auch die Bahn gefordert. Die muss jetzt eine Lösung finden, wie sie zum einen die letzte kleine Lücke in der Wand über dem Trog des Fußgängertunnels schließen kann. Zum anderen ist Eile geboten: Bereits im kommenden Jahr ist der Lärmschutz-Bautrupp aus Hannover in Etelsen und Cluvenhagen erneut im Einsatz. Dort baut er für weitere acht Millionen Euro Lärmschutzwände entlang der Bahnstrecke. Wenn bis dahin Grunderwerb, Finanzierung und Planung abgeschlossen sind, könnte der Lückenschluss gleich mit abgearbeitet werden. Sonst würde es weitere Jahre dauern. Da bleibe ich natürlich dran.

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