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Ich habe meinen kurzen Sommerurlaub beendet und mich wieder voll in die Arbeit gestürzt. Schließlich stehen die Vorbereitungen für die im September beginnenden Haushaltsberatungen an.
In Berlin ist derzeit noch totale Ruhe angesagt, denn viele Kolleginnen und Kollegen, die Minister/innen und auch die Kanzlerin befinden sich noch im verdienten Erholungsurlaub.
In dieser sitzungsfreien Zeit erlebe ich Berlin ganz anders als während der Sitzungswochen. Die sonst in Berlin immer auftretende Hektik ist einer Ruhe und Gelassenheit gewichen, die mir fast unheimlich erscheint. Für mich Gelegenheit, ohne große Störungen, wichtige Arbeiten zu erledigen. Ich bin sicher, auch während der Sitzungswochen würde uns mehr Gelassenheit gut tun und zu mehr Effektivität und Produktivität führen.
Besonders wohl fühle ich mich dabei auch in unseren neuen Büros im Paul–Löbe-Haus. Da wir im Erdgeschoss ansässig sind, schauen auch ab und an Besucher an mein Fenster. Für mich hin und wieder eine willkommene Abwechslung, den Besuchern aus dem Parlamentsalltag eines Abgeordneten zu erzählen. Vielleicht mein kleiner Beitrag, um der leider auch zum Teil durch die Medien geschürten Politikverdrossenheit zu begegnen.
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Von meinem Bürofenster spreche ich auch gerne mit Berlin Besuchern
Ich bleibe dabei, es gibt wohl kein Parlament in der Welt das sich so offen und transparent präsentiert wie unser Bundestag. Dies gilt vor allem auch für die Abgeordneten. Vielleicht ist es angebracht, nicht immer so hart mit Politikern ins Gericht zu gehen. Manchmal kann es auch nicht schaden, den Blick in andere Länder zu richten, um festzustellen, dass es uns in Deutschland häufig um ein vielfaches besser geht als in anderen Staaten und unsere Politiker viel näher bei den Menschen sind als anderswo.
Deshalb: nutzen Sie die Gelegenheit, machen Sie sich ein eigenes Bild über uns Berliner Politiker und vereinbaren Sie für einen Ihrer nächsten Berlin Besuche eine Führung im Bundestag. Meine Kollegin ,Frau Angelika Gerlach, Tel. 030-227 71322, wird beim Besucherdienst gerne für Sie Termine vereinbaren.
15 Verdener Bürgerinnen und Bürger haben hiervon für heute Nachmittag Gebrauch gemacht und besuchen mich im Reichstag. Diese Gruppe verweilt einige Tage in Berlin. Für den Organisator Georg Goller, den ich viele Jahre kenne, war ein Reichstagsbesuch natürlich ein Muss. Ich freue mich hierüber sehr und wenn immer es möglich ist, übernehme ich gerne persönlich die Führung.
Nun habe ich in diesem Jahr fest mit der Königswürde gerechnet und es hat wieder nicht geklappt. Nun denn, der nächste Anlauf wird im kommenden Jahr unternommen!
Zum Glück versteht meine Tochter Finja und meine Nichte Maren mehr vom Schießen als ich. Maren ist bei den Damen 2. Hofdame und Finja bei den Kinderschützen 1. Ritter geworden. Die Familienehre ist also gerettet!

Meine Tochter Finja (unten links) und meine Nichte Maren (stehend rechts) haben die Familienehre gerettet und gehören dem Völkerser Schützen - Hofstaat an
Ich werde jetzt ein paar Tage Urlaub machen und mich in diesem Blog in der kommenden Woche wieder melden. Hoffe auch viele von Ihnen und Euch haben an diesen heissen Tagen ähnliches Glück und ich wünsche gute Erholung!
In Völkersen wird seit Samstag kräftig gefeiert. Traditionell befindet sich unser kleines Dorf seit nunmehr 105 Jahren immer am dritten Wochenende im Juli im Ausnahmezustand. Während andernorts die Schützenvereine zum Teil mit großen Nachwuchssorgen und mäßigen Besuch der Feierlichkeiten zu kämpfen haben, sieht dies bei uns ganz anders aus. Im Gegenteil: der Schützenverein Völkersen beweist, dass Tradition und ausgelassene Stimmung anstecken können. Man darf halt alles nicht ganz so verbissen sehen und auch wenn wir vielleicht mehr ein Schützenfestverein sind, wird von einigen Mitgliedern sehr erfolgreich Schießsport betrieben.

Am heutigen Montag, wenn andere arbeiten, wird in meinem Heimatort Völkersen kräftig gefeiert
Dieses Jahr konnten wir allein beim Jugendtanzabend fast 1000 Besucher im Festzelt begrüßen und unserer Kassenwart machte einen sehr entspannten Eindruck.
Auch wegen des wohl einmaligen Schützenfestes, hat sich der Schützenverein Völkersen mittlerweile zum größten Verein im Kreisschützenverband entwickelt. Besonders freut es mich, dass es auch für die jungen Leute im Dorf selbstverständlich ist, Mitglied im Verein zu werden. Logisch, dass meine Kinder auch Mitglied sind. Finja ist dieses Jahr sogar 1. Ritter geworden!
Heute ist nun der Haupttag bei unserem Schützenfest. Ab 9.00 Uhr geht es für mich zum Katerfrühstück und anschließend wird bei Musik und anständig Freibier ausgelassen gefeiert. Das Freibier wird übrigens von unseren örtlichen Unternehmern gestiftet und beträgt einige hundert Liter. Selbstverständlich wird auch von mir hierzu immer ein Beitrag in Form von Freibier geleistet.
Zeitgleich wird heute morgen der neue Schützenkönig ermittelt. Seit Jahren versuche ich diesen Titel, leider bislang erfolglos, zu erringen. Nun ja, vielleicht klappt es ja dieses Jahr. Man soll ja nie aufgeben.
Im Berliner Politbetrieb ist Ruhe eingekehrt. Die sitzungsfreie Zeit bietet Gelegenheit, ein wenig zu entspannen und im Wahlkreis ohne den sonst häufig eintretenden Zeitdruck Termine wahrnehmen zu können.
Erst einmal habe ich die ersten freien Tage aber genutzt, um einen seit langem versprochenen Besuch bei meiner französischen Familie einzulösen. Es waren wunderbare Tage, die gerade auch meinen Kindern sehr gefallen haben. Vor allem sprachlich profitieren Finja und Alena sehr von Besuchen in Frankreich. Neben guten Gesprächen habe ich vor allem auch die französische Küche wieder genossen. Denn eins muss man den Franzosen lassen: kochen können unsere Nachbarn!

Ein Besuch in Paris war Pflicht - Finja und Alena vor dem Eiffelturm
Natürlich kam auch die politische Diskussion nicht zu kurz. Dabei war es für mich schon irritierend, wie wenig reformbereit unsere französischen Freunde gerade im Bereich von Veränderungen des Rentenalters sind. Auch in Frankreich gibt es erhebliche demografische Probleme. Aus diesem Grund beabsichtigt die französische Regierung, dass Rentenalter von 60 auf 62 Jahre anzuheben, damit auch zukünftige Generationen eine Rente erhalten werden.
Diese in meinen Augen notwendige Entscheidung ruft in Frankreich flächendeckend Proteste hervor. Meine Einwände, dass wir in Deutschland sogar bis 67 arbeiten dürfen um die Renten gerade für die Jüngeren zu sichern, wird so gut wie gar nicht wahrgenommen.
Auch uns Deutschen ist es sehr schwer gefallen, dass Rentenalter anzuheben. Solche Entscheidungen trifft man ja nicht weil man die Menschen ärgern will, sondern weil es bei veränderten Rahmenbedingungen einer zum Glück immer älter werdenden Gesellschaft hierzu keine vernünftige Alternative gibt.
Ich habe große Befürchtungen, dass Frankreich als zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa im Gegensatz zu anderen Volkswirtschaften, gerade auch in Osteuropa, zu wenig reformbereit ist. Dies kann für die französische Volkswirtschaft zu nicht unerheblichen Einbrüchen und damit auch zu Stabilitätsproblemen in ganz Europa führen. Schon heute ist die Arbeitslosenzahl in Frankreich um ein vielfaches höher als in Deutschland.
Wie bereits berichtet, haben mich diese Woche Freunde aus meiner Heimatortschaft Völkersen besucht. Selbstverständlich stand eine Führung durch das Reichstagsgebäude und auch ein Vortrag des Besucherdienstes auf dem Programm.

Völkerser in Berlin - Manfred Badenhop, Erhard Kettenburg, Heinrich Früchtenicht, Hermann Intemann, Heinrich Mattfeldt und meine Kollegin Tatjana Range beim Bundespressestrand
Gerade bei der Führung im Reichstag war mir wichtig, den Völkersern auch Hintergründe über den für Außenstehende recht gewöhnungsbedürftigen parlamentarischen Alltag zu zeigen. So haben wir auch Räumlichkeiten angesehen, die sonst für Besucher verschlossen, aber für die politische Arbeit unverzichtbar sind.
Logisch, dass aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz gekommen ist. Am Bundespressestrand haben wir probiert, ob dass Berliner Bier und Cuba Libre genauso schmecken wie in der Heimat. Eine gewisse Vorbereitung für unser Völkerser Schützenfest vom 17.- 19. Juli wurde als notwendig angesehen.
Es war ein toller Abend mit einer anständigen Portion Völkerser Heimatgefühl.
Diese Sitzungswoche wird wahrscheinlich sehr von der Fussball WM geprägt sein.
Ich hoffe sehr, dass das Halbfinalspiel gegen Spanien dazu beiträgt, dass am Mittwoch die Sitzung des Haushaltsausschusses pünktlich beendet sein wird und sich meine Kolleginnen und Kollegen nicht in langatmige und häufig leider wenig zielführende Debatten verlieren. Fussball muss auch einmal Priorität haben!
Nachdem mich meine Freunde in meiner Tipgemeinschaft zum Fussballorakel erklärt haben, (ich habe gegen Argentinien mutig ein 5:0 getippt) hoffe ich, dass mein 3:1 Tip für unsere Mannschaft diese Woche als Endergebnis stehen wird.
Ich plane die Fanmeile in Berlin zu besuchen und möchte mich vom Fussballfieber anstecken lassen. Das Wetter soll ja wieder mitspielen.
Besonders freue ich mich aber, dass ich diese Woche Besuch aus meinem Heimatdorf Völkersen bekomme. Mein Nachbar Manfred Badenhop hat eine Tour organisiert, an der Heinrich Früchtenicht, Hermann Intemann, Heinrich Mattfeldt und Erhard Kettenburg teilnehmen werden. Allesamt lustige Völkerser Originale. Ich bin sicher, wir werden nach der Besichtigung des Reichstages eine Menge Spass haben.
Ich freue mich, dass Christian Wulff heute als neuer Bundespräsident von der Bundesversammlung im dritten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt wurde.
Natürlich war ich enttäuscht, dass er es nicht im ersten Wahlgang geschafft hat. Aber ich möchte mich auch nicht an Schuldzuweisungen beteiligen, sondern bin froh, dass er nun unser neuer Bundespräsident ist. Obwohl im letzten Wahlgang die einfache Mehrheit gereicht hätte, hat Christian Wulff mit 625 Stimmen die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten.
Ich bin stolz darauf, mit Christian Wulff einen Bundespräsidenten zu haben, der über viele Jahre für das Land Niedersachsen an vorderster Stelle politische Verantwortung getragen hat. Gerade auf der Grundlage seines festgefügten Wertefundamentes ist es ihm möglich gewesen, Brücken zu bauen und die Menschen zusammenzuführen.

Christian Wulff hat im zweiten Wahlgang 615 Stimmen bekommen - 15 mehr als im ersten, aber noch nicht die erforderliche absolute Mehrheit. Jetzt wird die Sitzung bis ca. 18 Uhr unterbrochen und dann steht der dritte Wahlgang an. Dort reicht dann die einfache Mehrheit.
Ich bin enttäuscht, dass Christian Wulff es nicht im ersten Wahlgang geschafft hat. Ich bin aber zuversichtlich, dass in einem der nächsten Wahlgänge die Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung ihn zum neuen Bundespräsidenten wählen wird. Ich lehne es ab, in irgendeiner Richtung Schuldzuweisungen zu treffen, warum er nicht im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte.
Sobald die nächsten Ergebnisse feststehen, werde ich hier darüber informieren.
Die kommenden zwei Sitzungswochen vor der Sommerpause liegen vor mir und ich bin gerade auf dem Weg nach Berlin.
Diese Woche steht im Zeichen der Bundespräsidentenwahl. Ich bin sicher, dass unser niedersächsischer Ministerpräsident zum Bundespräsidenten gewählt wird. Christian Wulff ist der absolut Richtige für dieses Amt und wird ein sehr würdiger Präsident werden.
So sehr ich die Verdienste von Herrn Gauck zur Aufklärung der Stasi Verbrechen schätze, so sehr bin ich irritiert, dass sich Herr Gauck in seinem Alter zum Spielball von linken Gruppen macht.
Bemerkenswert, wie die Medien Herrn Gauck nahezu hochgeschrieben haben. Es kann und darf nicht sein, dass nur weil jemand nicht Mitglid einer Partei ist, er deshalb ein besserer Mensch sein soll.
Vielleicht sollten wir uns alle einmal als Szenario vorstellen, dass die Parteien und deren Mitglieder in Deutschland nicht mehr bereit sind, sich für unser Land zu engagieren.
Angefangen auf der kommunalen Ebene bis hin zur Bundespolitik. Ich bin sicher, wir würden uns sehr schnell unser Parteiensystem wieder zurückwünschen. Denn nur mit unterschiedlichen Parteien und verschiedensten politischen Ansätzen kann es zu einem Wettstreit um die besten Ideen für unser Land und damit zu einem fairen Wettbewerb kommen.
Deshalb: unser Land hat, auch wenn wir manches mal fluchen, den Parteien sehr viel zu verdanken. Deutschland ist auch dank der Parteien ein wohlhabendes Land. Gerade in diesen Monaten werden wir nahezu von der ganzen Welt gelobt. Die Arbeitslosigkeit ist so gering wie seit 18 Jahren nicht mehr, die Wirtschaft brummt und auch die quälende Verschuldung bekommen wir in den Griff. Wir können Stolz sein auf unser Land und deren Einwohnern!
Ein moderner Bundespräsident wie Christian Wulff und seine charmante Frau Bettina werden Deutschland als modernes, aufgeschlossenes aber sehr traditionsreiches Land repräsentieren. Da bin ich ganz sicher!
